BMW München – Rückbau eines denkmalgeschützten Parkhauses

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BMW München – Rückbau eines denkmalgeschützten Parkhauses


Zum Gebäudeensemble der BMW AG nahe dem Olympiapark gehört neben dem Vierzylinder-Gebäude und dem BMW-Museum auch das firmeneigene Parkhaus „Dostlerstraße. Dieses wurde Anfang der 1970er Jahre aus Betonfertigteilen baukastenartig, 7-geschossig und mit einer Länge von ca. 84 m errichtet.

Abbruch und Neubau des Parkhauses waren erforderlich, da Tragkonstruktion und Decken unsanierbar beschädigt waren und die Tragfähigkeit nicht mehr gewährleistet war. Eine besondere Schwierigkeit dieses Projekts: Sowohl das Skelettragwerk als auch die Fassade stehen unter Denkmalschutz. Daher musste die bisherige Gestalt beim Neubau beibehalten werden, ebenso waren die Fassadenelemente wiederzuverwenden, wodurch diese beim Rückbau vorsichtig auszubauen und zu lagern waren. Die Südseite hingegen blieb erhalten und wurde mit einem Stützgerüst fixiert.

Im Baustellenbereich waren verschiedene Gefahrstoffe gegeben: Diese wurden von KARL vollständig rückgebaut und fachgerecht entsorgt, wie beispielsweise asbesthaltige Dichtschnüre oder Brandabschottungen und Isolierungen mit künstlichen Mineralfaserprodukten (KMF), sowie PCB-haltige Bewegungs- und Längsfugen.

Anforderungen des Auftraggebers waren zudem eine möglichst minimale Dauer der Maßnahme, da die Parkplätze für Mitarbeiter benötigt werden, sowie die jederzeitige Standsicherheit des Parkhauses und der Schutz benachbarter Gebäude und Grundstücke. Eine weitere sicherheits- und arbeitstechnische Herausforderung stellte die umliegende und stark befahrene Straße Petuelring dar. Zum Schutz setzte die KARL-Gruppe Autokräne mit Abbruchvorhängen ein. Diese wurden ebenfalls genutzt, um die Fassadenelemente abzuheben, welche zuvor erschütterungsfrei durch Sägen oder Schneiden abgetrennt wurden. Diese Methode hat sich in den letzten Jahren vielfach bewährt.

Eckdaten:

Ausführungszeitraum: März – Oktober 2016
Auftraggeber: BMW AG