Deponie Kelheim, Pile-West

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KARL-Gruppe ,

Deponie Kelheim, Pile-West


Im Donaupark Kelheim sollte ein neues Wohnbaugebiet entstehen – und zwar auf der Fläche, auf der seit 2001 sogenanntes „Immobilisat“ zwischengelagert wurde, d.h. belasteter, gebrochener Bauschutt, der mit 10 Prozent Zement verfestigt ist.

Aufgabe der KARL-Gruppe war es daher zum einen, das Immobilisat rückzubauen. Zum andern sollte ein abgedichteter Hügel aus dem rückgebauten Material aufgeschüttet werden, um so eine Trennung von Wohnbaugebiet und den vorhandenen Gewerbeflächen zu schaffen.

Die Schwierigkeit dabei: Das vorhandene Immobilisat war in einem Betonring mit 110 Metern Durchmesser eingebaut und eingespannt. Daher waren zuerst die Stahlbetonmauern des Rings abzubrechen, zu zerkleinern und zu Recyclingmaterial weiterzuverarbeiten. Das recycelte Material wurde später als Untergrundmaterial für die Erschließungswege im neuen Baugebiet verwendet.

Nach Rückbau des Betonrings konnte das Immobilisat abgebaut und mit Hilfe einer mobilen Brecheranlage zerkleinert werden, welches in den zu errichtenden Hügel eingebaut wurde. Der Abbau beider Materialien umfasste ca. 29.000 m³, die entstandene Baugrube wurde mit extra dafür angeliefertem Bodenmaterial aufgefüllt.

Anschließend erfolgte die Profilierung des geplanten Hügels inklusive der Verlegung einer Kunststoffdichtungsbahn sowie einer Entwässerungsmatte. Weitere Maßnahmen dabei waren die Abdeckung des Hügels mit einer Rekultivierungsschicht in einer Stärke von 1,2 Metern und die Herstellung von Sickerleitungen und Begleitwegen im Hügelbereich.

Der Rückbau des Pile-West im Donaupark erforderte nicht nur 12 Baumaschinisten und Baufacharbeiter, sondern auch zahlreiche Maschinen: eine mobile Brecheranlage für das Immobilisat und den Betonabbruch, eine Siebanlage, zwei Kettenbagger ausgerüstet mit Betonabbruchzusatzgeräten, ein Kettenbagger als Materialladegerät sowie weitere Baumaschinen der KARL-Gruppe wurden verwendet. Insgesamt dauerten die Rückbauarbeiten rund neun Monate an.

Eckdaten:

Ausführungszeitraum: März – Oktober 2015
Auftraggeber: Donaupark Wirtschafts GmbH
Baumaßnahme: Rückbau von zwischengelagertem Immobilisat
Zahlen & Fakten: Brechen von ca. 29.000 m³ Beton & Immobilisat